Um herauszufinden, ob die Schuhe dem Kind passen, sollten die Angaben des Händlers geprüft werden. Wer online kauft, findet diese auf der Internetseite des jeweiligen Shops. Für wen nichts über Probieren geht und wer mit seinem Kind lieben einen Schuhladen oder ein Kindergeschäft besucht, sollte sich an das Personal wenden. Ansonsten sind an den Verpackungen auch erste Hinweise angebracht.

Vorher sollte der Fuß aber unbedingt vermessen werden. Denn Kinderfüße wachsen schnell und sind natürlich auch von Kind zu Kind verschieden. Sich auf die bloßen Angaben der Hersteller zu verlassen, ist nicht unbedingt empfehlenswert. Anders als Erwachsenenfüße müssen Kinderfüße ständig gemessen werden, um den passenden Schuh zu kaufen.

Die Daumenprobe machen

Damit der Fuß im Schuh genügend Freiraum hat, sollte ein Schuh mindestens 1,2 cm länger sein als der Fuß. Das entspricht etwa einer Daumenbreite. Auch kleine Füße unterliegen Tagesschwankungen. Daher sollte der Kauf von Krabbelschuhen auf den Nachmittag verlegt werden. Mit der Daumenprobe prüft man, ob der Schuh passt oder nicht. Bei einem Kind, das schon stehen kann, sollte die Probe unbedingt im Stehen erfolgen. Der Daumen muss dann noch zwischen dem längsten Zeh (das muss nicht der große Zeh sein) und der Schuhspitze passen.

Man kann sich auch eine kleine Schablobe vom Fuß seines Kindes anfertigen. Diesen auf ein Blatt Papier oder ein Stück Pappe stellen und mit einem Stift die Konturen nachzeichnen, abschneiden, fertig. Die Schablone kann entweder mit ins Schuhgeschäft genommen und in die Schuhe geschoben werden – kleine Kinder lassen sich nämlich sehr ungern Schuhe vor Fremden anziehen. Ansonsten lässt sich die Größe mit der Vorlage auch ganz einfach ermitteln: der Abstand zwischen längstem Zeh und der Ferse entspricht der Innensohlenlänge des Schuhs.

Diese Größenangaben sind allerdings nur ein Beispiel. Denn bei vielen Herstellern für Kinderschuhe variieren die Maße etwas. Oft wird statt der Größe das Alter des Kindes bzw. eine Altersspanne angegeben. Beim Kauf von Krabbelschuhen also immer genau nachmessen und die Angaben der Marken vergleichen.

Füße messen mit Cleverness

Wer sich absolut nicht sicher ist, kann sich auch den Cleverness besorgen. Dieses digitale Schuhmessgerät vergleicht den Kinderfuß und den Schuh direkt miteinander und zeigt millimetergenau an, wieviel Platz noch im Schuh vorhanden ist. Ob zu groß, zu klein oder zu eng – das Messgeräte enttarnt so nicht passende Schuhe.

In der Regel aber sollten Krabbelschuhe auch erst dann gekauft und angezogen werden, wenn das Kind tatsächlich zu krabbeln beginnt. Bei dem einen Baby kann das mit sechs Monaten sein, bei einem anderen erst mit neun Monaten.